Gold bei der WM – Ulrike Keipers Erfolgsgeschichte
Großer Erfolg für den Meckenheimer Sportverein: Unsere Tischtennisspielerin Ulrike Keiper hat bei der jüngsten PingPongParkinson-Weltmeisterschaft in Lignano Sabbiadoro (Italien) eine Goldmedaille in der Trostrunde im Doppel gewonnen. Zusätzlich sicherte sie sich Bronze im Einzel sowie Bronze im Mixed – und das in einem internationalen Teilnehmerfeld mit Sportlerinnen und Sportlern aus 28 Nationen.
Für Ulrike Keiper ist dieser Erfolg weit mehr als eine sportliche Auszeichnung. Er steht sinnbildlich für ihren Weg der letzten Jahre – einen Weg, der von Mut, Durchhaltevermögen und großer Leidenschaft für den Sport geprägt ist.
Vom Neuanfang zum internationalen Erfolg
Ulrike Keiper erhielt 2019 die Diagnose Parkinson. Statt sich zurückzuziehen, folgte sie dem Rat ihres Neurologen: aktiv bleiben. Auf der Suche nach einer geeigneten Sportart stieß sie auf die Initiative PingPongParkinson und fand schließlich in der Tischtennisabteilung des Meckenheimer Sportvereins eine sportliche Heimat. Hier wurde sie herzlich aufgenommen und fand nicht nur Trainingsmöglichkeiten, sondern auch Gemeinschaft, Motivation und Unterstützung.
Schon früh zeigte sich, welches Potenzial in ihr steckt: Bei ihrer ersten Weltmeisterschaft der PingPongParkinson-Organisation in Wels (Österreich) erreichte sie auf Anhieb den Titel der Vizeweltmeisterin in der Klasse 3. Es folgten weitere internationale Erfolge, darunter zwei Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften in Laško (Slowenien) im Mixed und im Einzel.
Aktueller WM-Erfolg trotz Rückschlägen
Der jüngste Erfolg in Italien ist besonders bemerkenswert, da Ulrike kurz vor dem Turnier mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Eine Medikamentenumstellung brachte sie zunächst aus dem Rhythmus. Dennoch entschied sie sich bewusst für die Teilnahme und wurde belohnt. Neben den Medaillen hebt sie vor allem den besonderen Geist der Turniere hervor: den starken Zusammenhalt unter den Teilnehmenden, das gegenseitige Unterstützen und die gemeinsame Freude am Sport.
Vorbild für viele – innerhalb und außerhalb des Vereins
Heute ist Ulrike Keiper nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch ein Vorbild für viele andere Betroffene. Ihr Leitsatz: „Bewegung ist das A und O.“. Tischtennis hilft ihr, mobil zu bleiben, Muskelkraft zu erhalten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Genau diese Botschaft möchte sie weitergeben: Trotz Erkrankung aktiv bleiben, Neues wagen und sich nicht entmutigen lassen.
Der Meckenheimer Sportverein ist stolz, eine so engagierte und inspirierende Sportlerin in seinen Reihen zu haben. Ulrikes Geschichte zeigt eindrucksvoll, welche Rolle ein Verein als Ort der Begegnung, der Motivation und des Miteinanders spielen kann.
Mit Blick auf die nächste Weltmeisterschaft 2026 in Hannover ist klar: Diese Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Wir gratulieren Ulrike Keiper herzlich zu ihren großartigen Leistungen und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg, Gesundheit und Freude am Tischtennissport!
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Ulrike Keiper mit ihrer Doppelpartnerin Sandra Blume.

