Kln Marathon

Nordic Walking beim MSV

 

Nordic Walking war vor mehr als 10 Jahren eine Modewelle. Außerhalb des winterlichen Schilanglaufes mit Stöcken zu laufen, war etwas Besonderes – und so gab es ein breites Publikumsecho, das sich in wachsenden Teilnehmerzahlen bei Kursangeboten und Vereinsbeitritten zeigte.

Mittlerweile hat der Ansturm nachgelassen. Die Kursangebote der Vereine finden nur noch
vereinzelt Zusprache. Eine gezielte Ausbildung in der „Lauftechnik“ durch professionelle Anleitung halten viele Interessenten für überflüssig und laufen mit Stöcken durch unsere Natur im guten Glauben, Nordic Walking zu betreiben.Es spricht nichts dagegen, dass sich jemand eine entsprechende Ausstattung zulegt und damit in frischer Luft mehr oder weniger lange Laufstrecken bewältigt. Mit geübtem Auge ist jedoch schnell erkennbar, ob der „Möchte gern - Nordic Walker“ in einer Schulung die Bewegungsabläufe gelernt, eingeübt und bei der Wahl der Ausstattung eine gute Beratung in Anspruch genommen hat.

 

Heute ist Nordic Walking zu einem Standardangebot der Vereine und der Kurbetriebe(!)
im Bereich für Reha-Sport(!) geworden. Nicht die Leistung und die Jagd nach Geschwindigkeits- und Streckenrekorden, sondern gesundheitliches und psychisches Wohlbefinden und Spaß im sozialen Miteinander sind in dem Vordergrund gerückt.
Effektiv laufen lernen heißt das Motto in den Kursen und Lauftreffs der Vereine: - Haltung, Lauftechnik und Optimierung der Bewegungsabläufe des gesamten Körpers werden gezielt erklärt und geschult, damit Koordination, Beweglichkeit der Gelenke, Muskelarbeit und Fettverbrennung einen möglichst hohen Gesundheitseffekt bewirken.


Nicht ohne Grund empfehlen Mediziner ihren Patienten, die bestimmte Sportarten nicht mehr betreiben können/dürfen, Ausdauersportarten zu wählen, wie z.B. Schwimmen, Radfahren
und Nordic Walking, um die gesundheitliche Stabilität zu verbessern und zu sichern.
Diese „magische“ Wirkung des Nordic Walking lässt sich mit 5 Stichwörtern umreißen:


M wie Muskeltraining
A wie Atemvolumen
G wie Gelenkschonung
wie Immunsystem
C wie „Communication“

Gerade der letzte Aspekt „Kommunikation“ zeichnet Nordic Walking aus als eine der wenigen Sportarten, bei denen man sich ausgiebig unterhalten kann. Und diese Möglichkeit der
Kontaktaufnahme und -pflege sorgt außerdem dafür, dass
über das körperliche „Sich wohl fühlen“ hinaus
auch die psychischen Bedürfnisse nach Akzeptanz, Anerkennung, Erfolg und Neugier
befriedigt werden.

Diese Zielsetzung spiegelt sich auch im Angebot der Übungseinheiten unseres Vereins:
- ein vielfältiges Gymnastikprogramm vor und nach den Nordic Walking-Treffs
(warm up/cool down),
- ein abwechslungsreiches Streckennetz
- eingestreute saisonale und regionale Besonderheiten und Veranstaltungen.
Beliebt sind vor allem solche Events, bei denen Sport und Bewegung kombiniert werden
mit


1. “lukullischen“ Anreizen, wie z.B.
- Gänsebratenessen zum Martinstag
- Reibekuchen oder Forelle in ausgesuchten Gaststätten
- Frühstück zu besonderen Anlässen (Neujahr, Ostern, Nikolaus, Advent)
- Maibowle, neuer Wein, je nach Jahreszeit
- Flammkuchen im Kloster Marienthal auf dem Weihnachtsmarkt
2. überregionalen touristischen Besonderheiten, wie z.B.
- Besuch des Teleskops in Effelsberg,
- Umrundung der Steinbachtalsperre,
- Durchquerung der Sieg-Auen mit Kaffeeklatsch an der Siegfähre
- Kombi-Ausflug ins Kasbachtal (Walking plus Bahnfahrt).

Durch solche Gemeinschaftsunternehmungen wachsen die Sportgruppen zusammen,
ja es bilden sich sogar Freundschaften, die bis in den Alltag hinüber reichen.
In die geselligen Veranstaltungen werden auch Partner der Teilnehmer/innen einbezogen
oder auch vorübergehend inaktive Gruppenmitglieder mit Handicap.
Durch die Kommunikationskontakte entstehen sogar neue Vereinsaktivitäten!
Die Verknüpfung von Sport und Ernährung hat nicht nur Auswirkungen auf den Besuch
spezieller Lokalitäten, sondern zeigt sich auch in der Entstehung von Kochkursen für
eine sportgesunde Ernährung, offen für alle Vereinsmitglieder.
Nordic Walking und gesunde Ernährung ergänzen sich optimal und tragen dazu bei,
die Vielfalt in der Angebotspalette unseres Vereins zu vergrößern.

Ein kurzer Rückblick auf die Events der vergangenen 12 Monate
soll zeigen, dass Nordic Walking im Verein mehr sein kann als Laufen mit Stöcken:

Rückblick auf Nordic Walking-Events
der letzten Monate:

1. Nordic Walker’s Puffer-Party im März 2016: freitags gibt es im Bahnhof Kottenforst ein spezielles Reibekuchen- Büfett:
Anlass, mit Mitgliedern aller Nordic Walking-Gruppen auszuprobieren,
was nicht jeden Tag bei uns auf dem Tisch steht.

2. Ein Ausflug von der Bölinger Hubertushütte aus zum Rotweinwanderweg;
zum Verkosten der Maibowle auf Förster’s Terrassen
Motto: „Sauer macht lustig“. Trotz der langen Strecke ist die Stimmung gut.

3. Das Martinsgans-Menu im November, angeboten im Bahnhofslokal Kottenforst,
hat mittlerweile schon Tradition. Das Ziel ist vom Parkplatz Bahnhofsweg
zu Fuß gut erreichbar. Der Rückmarsch in der Dunkelheit mit Stirnbeleuchtung
hat seine besonderen Reize.

4. An zwei Wochenenden in der Vorweihnachtszeit öffnet der Weihnachtsmarkt im
ehemaligen Kloster Marienthal. Der Markt zeichnet sich aus durch kunsthandwerkliche
Erzeugnisse und kulinarische Besonderheiten aus der Weihnachtsbäckerei.
Regionale Anbieter präsentieren nicht alltägliche Waren und Produkte. In einer stimmungsvollen Atmosphäre stärkt man sich bei Flammkuchen und Wein und
anderen ess- und trinkbaren Erzeugnissen. Dieses Event lassen sich die Nordic Walker des MSV nicht entgehen.

5. Auch ganz normale Übungstreffen können aufgewertet werden, wie z.B.
eine Tour durch den Rheinbacher Wald mit dem Ziel, einen Weihnachtsbaum
an seinem Standort zu schmücken – nicht etwa mit Plastikkugeln, sondern mit Futter für die Vögel und das Niederwild: Beeren und Körner, Äpfel und Möhren sind zwar nicht sehr farbenprächtig und dekorativ, dafür aber nützlich. Davon konnte sich die Laufgruppe
nach einigen Wochen überzeugen: nur die Fäden der Futtergaben waren noch an den Zweigen übrig!

6. Das Advents- und Weihnachtsfrühstück zum Abschluss der Nordic Walking-Saison
hat auch bereits Tradition bei den Gruppen. Zweimal 4,5km Laufstrecke
mit steilem Ab- und Aufstieg am Hilberather Bach haben die Teilnehmer/innen
bisher immer gut verkraftet. Belohnt werden die Anstrengungen durch
das reichhaltige Frühstück in Sampels Scheunencafe, das immer wieder gut ankommt.

7. Der Silvester-Lauf entstand ganz spontan. Carola Markhoff, durch einen Verkehrsunfall
nicht in der Lage, sich am normalen Lauf- und Übungsbetrieb zu beteiligen, fühlt sich immer noch den Nordic Walkern verbunden und eröffnete am Silvestertag eine Frucht-Punsch-Bar mit Heißgetränken für ihre Vereinsfreunde. Bei sonnigem Wetter konnte das alte Jahr in lockerer Runde vitaminreich und ohne Alkohol verabschiedet werden.

8. Das Frühstück für Jecke bildete den Auftakt für die Saison 2017.
Die Karnevalszeit im Rheinland lassen die Nordic Walker nicht sang- und klanglos an sich vorbeiziehen. Sport und Spaß lassen sich auch so verbinden.

Fazit:
Nordic Walking soll Spaß machen, interessant sein und gesundheitlich effektiv bleiben.
Durch Abwechslung der Touren in der näheren Umgebung (Kottenforst, Adendorfer Wald,
Wormersdorfer Wald und Rheinbacher Wald),
durch die Einbeziehung regionaler Ereignisse und Veranstaltungen (Hoffeste, Straßen-
und Sportfeste),
aber auch durch qualifizierte Betreuung der Gruppen (Hinweise für die Korrektur und
Verbesserung der individuellen Laufkultur)
und durch Tipps bei der Beschaffung der sportlichen Ausrüstung (Stöcke, Bekleidung,
Laufschuhe, anderes nützliches Zubehör)
bietet das Laufen im Verein die Grundlage dafür.
Die Möglichkeit, in kostenlosen Schnupperstunden die Angebote des Vereins zu erproben,
soll das Interesse für einen sehr effektiven Sport wecken, der bis ins hohe Alter betrieben
werden kann: Nordic Walking nach dem Motto

Lächeln statt hecheln

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